Der Heckenpflanzen-Blog von Jaap Metsemakers

Thuja Smaragd, (un)empfindlich gegen Krankheiten und Trockenheit?

Doch, sie ist eher ein bisschen empfindlicher...

Vor einigen Jahren war die Thuja Smaragd in Deutschland nicht nur bekannt wegen ihres eleganten Aussehens, sondern auch wegen ihrer sogenannten Robustheit. Letzteres ist nicht mehr unbedingt der Fall, so meinen wir. Die ist einerseits die Folge einer falschen Verwendung dieser Konifere, andererseits liegt der Grund wahrscheinlich auch darin begründet, dass die Winter weniger hart sind, dagegen die Sommer extrem warm und trocken. Gerade der Smaragd scheint hiermit mehr Probleme als andere Heckenpflanzen zu haben. Was auch eine Rolle spielen könnte, wäre die verhältnismäßig häufige Bepflanzung mit dieser Konifere in den letzten Jahren. Dies wissen wir allerdings nicht genau, aber es stimmt schon, dass Pflanzen, die häufig überall gepflanzt werden, durchaus anfälliger vor Ungeziefer/Krankheiten sein können. Das haben wir inzwischen auch bei dem Buxus beobachten können, der inzwischen auf dem Rückmarsch ist (wahrscheinlich auch wieder zurückkehrt).

Läuse und Pilze in der Thuja Smaragd Lebensbaum:

Seit zwei, drei Jahren (ab ca. 2014) sehen wir immer häufiger erhebliche Schäden durch Läusebefall in Thuja Smaragd Hecken. Es entstehen große braune Stellen und manchmal gehen Bäume und Hecken sogar vollständig ein. Wenn wir die befallenen Stellen aus der Nähe betrachten (indem wir die Nadeln und Zweige auseinander biegen) sehen wir schwarzes, klebriges Ruß und je nach Jahreszeit, sogar die Läuse sitzen. Erfahren Sie hier mehr über dieses Thema.

    

Die Läuse saugen Lebenssäfte aus der Pflanze, die dadurch geschwächt wird. Vor einigen Jahren kam dies bei der Thuja Smaragd gar nicht, oder nur selten vor. Es ist auch heute noch so, dass viele Züchter und Gärtner mich komisch anschauen, wenn ich über Läuse in Thuja Smaragd erwähne. Doch kommt die Läusebefall momentan recht häufig vor. Wahrscheinlich, wie schon erwähnt, spielen die milde Winter hierbei eine wesentliche Rolle. Die Nachkommen der Läuse können wahrscheinlich viel leichter den Winter überstehen. Wissenschaftlich unterlegt ist diese Behauptung jedoch nicht, sondern lediglich eine starke Vermutung einer Person, die sich sehr damit beschäftigt;-). Aber auch die häufig langen warmen und trockenen Sommerzeiten spielen hierbei eine Rolle. Durch Hitze und Mangel an Regenwasser verringert sich der Widerstand der Bäume, wodurch Läuse leichter zuschlagen können. Durch die Läuse werden die Pflanzen zusätzlich geschwächt, wodurch auch Schimmelpilze entstehen können.

Läusebefall in Thuja Smaragd kommt häufiger vor:

  • Wenn im Garten und/oder Wohnviertel wenig Biodiversität vorhanden ist.

Das hört sich vielleicht etwas verschwommen an, oder auch 'biologisch fanatisch', aber dennoch kann ein Mangel an Biodiversität durchaus als ein wesentlicher Punkt gesehen werden. In einem Garten, der nur aus Rasenfläche und Heckenpflanzen besteht, haben die Läuse wenige oder gar keine natürliche Feinde zu befürchten. Es ist nämlich kein Gleichgewicht vorhanden. Für 'die guten und schlechten' Insekten ist ein solcher Garten in gewisser Weise entweder alles oder nichts. In einem Garten mit einer großen Biodiversität gibt es zwar Läuse und kommen auch mal ein paar braune Zweige vor, aber es kommt nicht so schnell zu einer tödlichen Plage.

  • Wenn die Pflanzen zu dicht gepflanzt wurden.

Eine Smaragd Lebensbaum ist in Wirklichkeit gar keine richtige Heckenpflanze. Die Thuja ist eher ein Solitär, bzw. ein semi-solitärer Lebensbaum. Diese Lebensbäume mögen dann auch gerne eine gute Luftzirkulation. Bei der Anpflanzung dürfen die Bäume nicht zu dicht stehen, sondern die Zweige dürfen sich gerade mal leicht berühren. Diese leichte Berührung findet logischerweise nur im unteren Bereich statt, denn die Thuja Smaragd wächst kegelförmig. Dies bedeutet, das anfangs gar nicht von einem Sichtschutz die Rede sein kann. Dies wird man akzeptieren müssen, wenn man sich für diese 'Heckenpflanze' entscheiden möchte. Langsam, mit der Zeit, wächst dann die Smaragd Hecke dicht. Jemand, der schnell eine geschlossene Hecke haben möchte, sollte sich lieber eine andere Heckenpflanze aussuchen!

  • Slechter (Mutter)Boden

Eine aktive Bodenkultur sorgt dafür, dass Nährstoffe im Boden durch die Pflanzen aufgenommen werden können. Insbesondere Bodenpilze und Bodenbakterien sind für eine gute Bodenkultur enorm wichtig. Gerade in schweren Zeiten (bei großer und langer Trockenheit sowie starkem und langanhaltendem Regen), in der die Aufnahmefähigkeit eingeschränkt ist, sollte die Bodenbeschaffenheit in einem guten Zustand sein. Gesunde Bodenbakterien und Bodenpilze kann man auch kaufen. Auch könnte man bei der Anpflanzung Blumenerde verwenden, die bereits mit Bodenbakterien und Bodenpilzen angereicht worden ist. Gartenerde, die schon länger nicht bearbeitet worden ist, oder Böden, wo Bäume und/oder Pflanzen gestanden haben, haben meistens schon von selbst eine gute Bodenbeschaffenheit. Der Boden darf ruhig Lehm enthalten, sofern als Ausgleich auch genügend Humus vorhanden ist.

Häufig wird unnötigerweise der eigentliche Gartenboden beseitigt und neuer Mutterboden angeschafft, in dem die Unkrautsamen allerdings schon vernichtet worden sind. Selbstverständlich ist der Rest der Bodenkulturen in diesem gekauften Mutterboden, auch nicht mehr lebendig. Ich nenne diesen Boden dann auch tote Erde. Dieser Boden wird mit Bodenkulturen angereichert werden müssen, sonst werden Sie höchstwahrscheinlich früh oder spät Probleme mit Ihren Thujen bekommen. Ganz gewiss wenn hier Thuja Smaragd gepflanzt wird, ein Lebensbaum, der gerne alles durchaus in bester Ordnung hat. Achten Sie also auf ausreichend Humuserde und eine gesunde Bodenkultur. Das ist viel wichtiger als das Düngen, worauf wir gerade am häufigsten den meisten Wert legen. Mitte 2017 haben wir hier nochmals über das Thema Mutterboden geschrieben.

Wir können auch noch viele andere Ursachen für einen Läusebefall in einer Koniferenhecke nennen. Sehr häufig haben die Ursachen mit der Widerstandskraft der Hecke zu tun und wenn die aus irgendeinem Grund geschwächt ist, haben die Läuse leichtes Spiel. 

Fazit, ist die Thuja Smaragd nun empfindlich oder nicht. Antwort:  

Ja und Nein. Wenn sie jedoch auf richtige Art und Weise in gute humusreiche Erde mit einer guten Bodenkultur gepflanzt werden und diese Fehler nicht gemacht werden, dann wird die Thuja Smaragd prima wachsen können. Sind jedoch einige oder sogar mehrere Faktoren für die Thuja nicht ideal, wie zum Beispiel die Bodenbeschaffenheit, oder der Pflanzabstand, dann können hieraus durchaus Probleme entstehen. Im Vergleich zu anderen Sorten ist der Smaragd unserer Meinung nach tatsächlich ein wenig empfindlicher, was Läuse und Schimmelpilze aber auch was klimabeständigkeit angeht.

Mittel zur Erholung

Heckenkraft Extra ist geeignet, um Pflanzen die es schwer haben, anzuregen und auch um frisch gepflanzte Pflanzen schnell einwurzeln zu lassen. Darüber hinaus werden frisch gesetzte Pflanzen mittels Natusys schneller widerstandsfähig (of widerstandsfähiger) gegen Krankheiten und trockene Wetterperioden. Auch verstärkt Natusys der Effekt von anorganischem Dünger wie Kunstdünger und organischem Dünger. 

Die schönste von alle Thuja

Gesund sind die Thuja Smaragd aber sehr schön. Sowohl was die dunkle smaragdgrüne Farbe, als auch was die zierliche kegelförmige Wachstumsweise betrifft ist sie unschlagbar. Urteilen Sie selbst.


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Erfahrungen

  • Wir hatten von Anfang an einen sehr angenehmen Kontakt. Lieferung war einwandfrei. Die Bäume sahen sehr gut aus und sind auch toll angewachsen. Würde dort immer wieder bestellen.

  • Sehr netter Kontakt, pünktliche Lieferung zur verabredeten Zeit. Herr Metsemakers hat sogar noch selber mitgeholfen, ganz großartig und sicher nicht selbstverständlich. Nun hoffen wir auf gutes Anwachsen. Nur zu empfehlen, absolut seriös.

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