Übersicht Heckenpflanzen Blog

Gepostet am 20-12-2017

Muss man im Winter gießen?

Frostschaden an Kirschlorbeer und Thuja vorbeugen. Nächste Woche kommt der Russiche Bär und wird es sehr kalt. Wie schütze ich meine Pflanzen? Ist das Gießen im Winter jetzt wichtig? Oder soll man eher nicht gießen im Winter?

Nach langer Zeit stieß ich neulich (während eines kräftigen Rückschnitts großer Kirschlorbeersträucher in meinem eigenen Garten...) auf das untenstehende Holzschild mit einem schönen deutschen Wandspruch. Dieses witzige Schild habe ich vor etwa 15 Jahren auf einem Flohmarkt gekauft. Das Gießen worauf dieser Wandspruch zielt, hat zwar eine andere Bedeutung, aber trotzdem möchte ich Ihnen dieses Schild nicht vorenthalten.

Aber jetzt im Ernst. Beim Thema Gießen gibt es ziemlich große Unterschiede zwischen den verschiedenen Heckenpflanzen und deswegen teilen wir die verschiedenen Sorten mal auf:

Koniferen wie Thujen und andere Lebensbäume
Bei den meisten Koniferen ist das Gießen im Winter kein wichtiges Thema. Die meisten Thujen haben im Sommer viel mehr zu ertragen als im Winter. Bei längeren Frostperioden, kann an frostfreien Tagen ein bisschen gegossen werden. Das wird sicher gut sein, aber man darf es auch nicht übertreiben. Das Übertreiben beim Gießen kann bei den Koniferen nämlich ganz einfach geschehen. Vor allem bei Kleiboden, der das Wasser nur äußerst langsam durchlässt. Im frühen Frühjahr besteht das höchste Risiko für Frostschäden. So war im Frühjahr 2017 (während Ostern) im Osten der Niederlande und im Deutschland, in großem Umfang Frostschäden an Thujen aufgetreten. Sogar an, laut der Theorie, extrem frostbeständigen Sorten wie die Thuja Smaragd. Die Ursache war ein plötzlich auftretender strenger Frost nach einem warmen Wetterperiode. Durch die Wärme waren die Pflanzen neu ausgetrieben. Dieser frische Neuaustrieb ist damals erfroren. Das ist jetzt, fast ein Jahr später noch immer die betroffenen Pflanzen anzusehen, wenn man weiß wohin er schauen muss! Vielleicht wäre der Schaden nicht so groß, wenn die Koniferen vor dieser kalten Nacht beregnet wären, aber das wissen wir nicht Bescheid, weil die Umstände sehr extrem waren. Im selben Moment standen bei uns alle Beregnungsanlagen nur auf den Kirschlorbeer Feldern, um Frostschaden an den Kirschlorbeeren zu vorbeugen.

Taxus (Eibe)
Der Taxus baccata kann das Winterwetter eigentlich sehr gut vertragen. Er kann nahezu nicht erfrieren. Es gibt Baumschulen die ihren Taxus sogar nur mitten im Winter schneiden, und das will etwas heißen. Das machen diese Baumschulen (teilweise), weil das Scheiden immer Ungeziefer und Schädlinge anzieht und im Winter gibt es davon keine. Aber dies nur nebenbei. Folgendes ist für den Taxus sehr wichtig und insbesondere für Taxuspflanzen die vor weniger als einem Jahr, und bestimmt für die Taxus die vor weniger als einem halben Jahr, gepflanzt worden sind:

Im Frühjahr haben die Taxus einen höheren Wasserbedarf. Die Taxus wollen dann austreiben und geraten gewiss in Schwierigkeiten wenn sie nicht genug Wasser aufnehmen können. Bekommen sie zu wenig Wasser, dann werden erst die Nadeln die rundherum um den Stamm wachsen, gelb verfärben. Wenn der Wassermangel anhält, werden die Taxus schlecht aussehen und können letztendlich sogar sterben. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Taxuspflanzen in einem bestimmten Moment ziemlich schlecht aussehen können, aber trotzdem noch nicht kaputt gegangen sind. Bewässern Sie die Taxus, dann können Sie oft doch noch sehr schnell eine Verbesserung wahrnehmen und sind die Pflanzen noch zu retten.

Das Gegenteil gilt für Taxus die zu nass gestanden haben. Wenn diese schlecht aussehen, sind sie oft nicht mehr zu retten weil die Wurzeln abgestorben sind. Dieses auch nur nebenbei, da das nichts mit dem Winter zu tun hat.

Kirschlorbeer (Prunus)
Für die immergrünen Laubgehölze, wie Kirschlorbeere, kann der Winter eine schwere Zeit sein. Diese können im Winter und im frühen Frühjahr in großen Schwierigkeiten geraten, wenn kein aufnehmbares Wasser vorhanden ist (Schnee und Eis sind nicht aufnehmbar). Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn es noch etwas Bodenfrost gibt und die Sonne schon herrlich scheint. Mit etwas Wind dazu wird es noch schlimmer. Dann verliert die Pflanze über die Blätter viel Wasser durch Verdunstung. Das Wurzelsystem kann das verlorene Wasser nicht aus einem trockenen oder gefrorenen Boden nachliefern. Dann entsteht der Frostschaden, so nennen wir das, aber im Grunde ist es eine Austrocknung. Im Winter ist es daher empfehlenswert den Bodem, vor allem unter immergrünen Laubgehölzen (wie Kirschlorbeer), gut feucht zu halten. Das muss jedoch selbstverständlich nicht übertreiben werden. Die Pflanzen verdunsten im Winter nicht so viel Wasser wie im Sommer und zu viel Wasser kann auch beim Kirschlorbeer sogar zu Wurzelfäule führen, doch das passiert beim Kirschlorbeer nicht so schnell als bei dem Taxus und der Thuja. Die Kirschlorbeere können nämlich ziemlich viel Wasser vertragen, das gilt sicher für den Portugiesischen Kirschlorbeer, wissen wir mittlerweile aus Erfahrung. Oft sind es die erst neulich gepflanzten Kirschlorbeere, an denen anscheinend am wenigsten Frostschaden auftritt. Das entspricht eigentlich nicht der Theorie, dass man Kirschlorbeer am besten nicht im Spätjahr pflanzen kann. Doch unsere Erfahrungen zeigen, dass erst neulich gepflanzte Kirschlorbeere durch das Umpflanzen so stark in ihrem Wachstum gebremst werden, dass sie weniger empfänglich für Frostschaden geworden sind, die nach zwischenliegenden warmen Wetterperioden im Winter oft auftritt.

So wollen Sie nicht dass Ihre Kirschlorbeer nach dem Winter ausschauen...

Der Schluss
Kurz zusammengefasst, ist es also gar nicht so schlecht um zwischen den Frostperioden an frostfreien Tagen ein wenig zu gießen. Die immergrünen Laubgehölzen müssen dabei etwas mehr gegossen werden als der Taxus und die Koniferen.

Erholung nach dem Winter
Nach dem Winter 'wollen' Pflanzen austreiben. Das kostet viel energie, oft schon kurz nachdem sie es vom Winter schwer hatten. Natusys ist, so weit uns bekannt, der kräftigste Wurzelstimulator die es gibt um die Heckenpflanzen nach dem Winter ein richtigen boost zu geben. Sie können nach dem Winter auch uns vorbeischauen lassen, um Ihre Hecke mit Hilfe eines kräftigen Wurzelstimulators und einem zur Jahreszeit passenden Dünger, einen richtigen Energieschub zu geben.

© 2017 Heckenfreunde


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  • Zu allererst muss man sagen, dass Herr Metsemakers ein ganz netter Unternehmer ist, der immer bei allen Fragen sehr hilfsbereit war.
    Wenn also der Mensch dahinter passt, dann können die Hecken ja nur super sein. Gute Qualität, pünktliche Lieferung, super Service.... bei über 100 taxus baccata...
    Von daher alles bestens und immer zu empfehlen.

  • Vielen herzlichen Dank für die schnelle Lieferung der 16 Portugiesischen Kirschlobeer Pflanzen. Die Pflanzen waren wirklich von Premium Qualität zu einem fairen Preis. Ich muß mich nochmals bedanken, für die Hilfe von Herrn Metsemakers, der uns die Pflanzen an Ort und Stelle gebracht hat, den tollen Service und die guten Tipps.

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