Übersicht Heckenpflanzen Blog

Gepostet am 30-12-2014

Läuse in Thuja Brabant und Smaragd

Läuse in Thuja occidentalis Sorten (wie Thuja Brabant und Thuja Smaragd).

In diesem Jahr haben wir mancherorts in Deutschland und den Niederlanden Lebensbäume  mit einem Läusebefall vorgefunden. Dieses Problem zeigt sich mit braunen Stellen in den Lebensbäumen und kann den Bäumen einen erheblichen Schaden zufügen. Expertenuntersuchungen haben gezeigt, dass die Rindenlaus/Trieblaus für den Befall verantwortlich ist.

Diese Erscheinung ist nicht neu. Bei Zypressen und Scheinzypressen (und hin und wieder auch bei der Thuja plicata oder bei den Riesenlebensbäumen) ist bekannt, dass die  Rindenlaus sich manchmal als eine wahre Schädlingsplage manifestieren kann. Vor allem nach milden Wintern. Überraschend ist nun jedoch, dass diese “Läuseattacke” sich nun auf die Thuja occidentalis Sorten zu richten scheint und nicht auf die Thuja plicata Sorten wie Thuja Martin und Atrovirens. Wir haben den Befall in den vergangenen Monaten in dem Thuja occidentalis Yellow Ribbon, Thuja occidentalis Smaragd und Thuja occidentalis Brabant beobachtet (alles normale Lebensbäume). Es sind gerade solche Sorten, die um ihre ´Unempfindlichkeit´ gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall bekannt sind. Ausgerechnet in den Thuja plicata Sorten sehen wir den Schädlingsbefall (bis heute) nämlich nicht.

Auch kann keine Verbindung zu der Baumschule der Koniferen hergeleitet  werden. Wir haben den Befall sowohl in Lebensbäumen beobachtet, die in den Niederlanden gezüchtet wurden, (nachweislich aus unterschiedlichen nicht zusammenhängenden Baumschulen)  als auch in Lebensbäumen, die in Deutschland in unterschiedlichen Baumschulen herangezogen wurden. In solchen, von uns gelieferten Lebensbäumen, handelt es sich um befallene Pflanzen, die erst in diesem Jahr neu angepflanzt wurden als auch um solche Pflanzen, die bereits vor 3 Jahren bei einem Kunden in Deutschland angepflanzt wurden. In allen Fällen, die wir bis jetzt beobachtet haben, scheinen die Probleme sich erst in diesem Sommer (2014) zum ersten Mal gezeigt zu haben (d.h. in dieser Form). Die Ursache mag an dem milden Winter 2013/2014 gelegen haben, aber das kann nicht mit Sicherheit behauptet werden. Häufig entsteht ein solcher Schädlingsbefall durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Andere Faktoren, die zum Beispiel eine Rolle spielen können, sind solche:  Ein zu feuchter, oder zu trockener Standort, zu viel, oder zu wenig Wassergabe nach der Anpflanzung, zu enge Bepflanzung (zu große Dichte, vor allem der Thuja Smaragd reagiert darauf empfindlich), Mangel an Durchlüftung, weil der Wind fehlt, (zum Beispiel weil ein winddichter Zaun die Hecke an einer Seite abschirmt), unnatürliche Lebensumstände wie Beton im Boden oder ein schlechter Boden mit zu wenig Humus (nur Lehm, nur Sand, gekaufte ´Muttererde´ was kein Muttererde sondern tote Boden ist).

Wie erkennt man den Schädlingsbefall

Erstens sollte gesagt werden, dass wenn man die Bäume (von innen) aus nächster Nähe betrachtet, man auch vieles sehen wird, was auch ganz natürlich ist. Es ist ganz normal, dass sich auf einer Pflanze auch ´Schädlinge´ befinden, die von der Pflanze leben, (Käfer, Schnecken, Läuse). Im Normalfall sind auch genauso viele Tierchen da, die solche Schädlinge wieder vertilgen oder schmarotzen. So ist eine Lebensbaumhecke im Grunde ein kleines Ökosystem. Einige Läuse oder Schnecken sind nicht unbedingt  schädlich, oder gar nicht schlimm. Erst wenn deutlich erkennbar wird (an den großen braunen Stellen außen) dass der Baum schwer darunter leidet, kann der Schädlingsbefall sich zum Problem entwickeln.

Braune Stellen, die an der Außenseite der Pflanzen sichtbar sind (siehe Bild) bedeuten noch nicht unbedingt, dass Läuse hiervon die Ursache sind. Sicherheit bekommen Sie erst, wenn Sie die braunen Stellen aufspalten. Dann befinden sich dahinter schwarze Stellen (Ausscheidungen der Läuse) und darauf sichtbar, ganz winzige braune Läuse. Damit man die Läuse sehen kann, braucht man schon ziemlich gute Augen, denn sie sind ganz winzig. Momentan (18.12.2014) sieht man kaum noch ´Bewegung´ weil sie durch die niedrigen Temperaturen entweder abgestorben, oder durch die Kälte unbeweglich geworden sind.  Möglich ist auch allerdings, dass Eier abgelegt wurden.

Bekämpfung

Beseitigen Sie die braunen Stellen gründlich, die sich an den Innen- und Außenseiten der Pflanzen befinden. Das darf ziemlich ´rücksichtslos´ geschehen. Wenn Sie die Bäume kräftig schütteln und mit den Händen von unten nach oben feste durchstreifen, kann bereits viel braunes Blatt entfernt werden. Macht man diese Arbeit ordentlich, ist es schon eine ziemliche Aufgabe. Zweigen und Äste, die bereits befallen sind, dürfen auch abgeschnitten werden. (je weiter vom Stamm geschnitten wird, je größer die Möglichkeit, dass wieder Grünes entsteht). Harken Sie alles gründlich zusammen und schaffen Sie die Abfälle von den Pflanzen fort.

Auf diese Weise ist schon ein ordentlicher Teil der Läuse mitbeseitigt.  Aber vor allem machen Sie die Struktur der Pflanze deutlich offener, wodurch der (kalte) Wind und der Frost die Pflanze gut durchdringen kann. Es ist möglich, dass der Winter somit das Problem ganz von alleine löst. Dies würde der Idealfall sein, weil Bekämpfungsmittel (Plan B) immer auch das biologische Gleichgewicht  zerstört  (auch ´die guten Insekte´ die eventuell die Läuse vertilgen, werden daran sterben) wodurch man nicht mehr weiß wozu dies letztendlich führen wird.

Scheint sich das Läuseproblem im Frühjahr jedoch weiter fortzusetzen (weil die Läuse und Eier nicht erfroren sind) mit anderen Worten, wenn neue braune Stellen entstehen, dann kommt man nicht umhin ein Läusebekämpfungsmittel einzusetzen. Was geeignet ist und erlaubt sollte vor Ort in einem Fachgeschäft erfragt werden. Gegen Läuse kann man überall was finden. Sind biologische Mittel zur Bekämpfung erhältlich, so sollten diese bevorzugt werden.

Bekämpfung unterstützen mit Natusys

Erholung und neue Austrieb kostet Energie, was Pflanzen die es irgendwie schwer hatten zu wenig vorhanden haben. Natusys ist, so weit uns bekannt, der kräftigste Wurzelstimulator die es gibt um die Heckenpflanzen nach einer schweren Zeit ein richtigen boost zu geben und schneller widerstandsfähig gegen Krankheiten zu machen. Vorteil ist dass man hiermit (im Gegensatz zu mit einem anorganischen Dünger wie Blaukorn) eigentlich nie etwas falsch machen kann. Natusys Wurzelstimulator enthält 6 verschiedene Bodenbakterien. Dies sind Sorten die Stickstoff binden, Phosphat freisetzen, organische Stoffe in Humus umsetzen, die Bildung von Wachstumshormonen fördern und Vitamine und Antibiotika herstellen. Überdies verdrängen diese Bakterien andere schädliche Sorten und bestimmte für Pflanzen krankheitserregende Schimmel.

Update 18-01-2017: Inzwischen sehen wir dieses Phänomen schon mal wesentlich häufiger als ein paar Jahre zurück (wann dieses Artikel geschrieben wurde). Die weniger kalten Winter können vielleicht zu dieser Vermehrung von Läuse führen. Sicher wissen wir das nicht. Doch auch sehen wir dass die Hecken absolut empfindlicher hierfür sind wenn bestimmte Umstände (vor allem im Boden) nicht optimal sein. Diese Umstände kann man bei das Einpflanzen am besten beeinflussen. Ein gesundes Bodenleben sowie auch eine gute Luftzirkulation (das letzte vor allem bei Thuja Smaragd) ist unserer Meinung nach sehr wichtig.

 

Mehr über das Thema Empfindlichkeit Thuja Smaragd erfahren Sie hier.


Kommentar schreiben

Leave this one empty:
Name
Don't fill in data here:
Kommentar
Don't put anythin in here:

Jaap Metsemakers - Gepostet am 24-05-2017

Hallo Rike, Das ist sehr Schade. Dass der Hecke daneben nicht betroffen ist, ist nicht komplett fremd. Eine Hecke der schon viele Jahren steht, ist schon komplett und auch tiefer mit der Boden verbunden und hat dadurch eine bessere wiederstand gegen Krankheiten. Außerhalb fürchte ich das der Boden wo Ihre Brabant Hecke in steht nicht optimal ist. Denn eine Thuja Brabant Hecke der in einen gesunden Boden steht, mit viel Humus únd ein gesundes Bodenleben, der wird ein paar Jahre nach Einpflanzen nicht schnell mehr (tödlich) von Läuse befallen. Ich sage nicht so ein Befall ist ohne deutliche Ursache unmöglich aber in der Regel hat es ein Grund. Auch extreme Wassermengen, Wasserau oder Wassermangel (Z.b. wenn man im Urlaub fahrt) können ein Anfangsmoment des Läusebefalls sein. Der brabant ist robust und stark...ich hoffe Sie kriegen Ihre Hecke wieder schön und grün. Mfg, Jaap Metsemakers

Rike - Gepostet am 23-05-2017

Hallo, vor 4 jahren haben wir 100 thuja brabant als hecke gepflanzt, die scheinbar auch alle befallen sind. Vorigen sommer ist es uns noch nicht aufgefallen, erst im herbst wurde eine thuja sichtlich braun. Inzwischen sind die thujas zwischen 1,60m und 1,80m groß und ich total unglücklich, weil ich befürchte, dass uns der gesamte bestand ein geht. Eine angrenzende viele jahre alte hecke ist nicht betroffen. ????

Jaap Metsemakers - Gepostet am 12-02-2015

Hallo Herr Dorn, danke das Sie uns von Ihre Sorgen auf dem laufenden bringen. Machen Sie erst was oben unter ´bekämpfung´ geschrieben steht damit der Struktur der Hecke wieder Wind und Kälte durchlässt. Danach wurde ich erst noch warten wie es in ein paar Wochen, wann es wieder wärmer wird, auszieht. Sehen Sie dann doch wieder lebende (bewegende) Läuse hinten die braune Stellen zum Vorschein kommen, dann können Sie folgendes Zeug mal ausprobieren: COMPO Triathlon Universal Insekten-frei AF. Lesen Sie natürlich aber sehr gut auf der Verpackung/Verpackungbeilage wie und wieviel Sie davon geben müssen! Dies ist zum Beispiel auf Amazon.de per Online Shop zu bestellen. Viel Erfolg damit und schöne Grüßen nach Bayern (oder soll ich Franken sagen ? ;-) ).

Reinhard Dorn - Gepostet am 12-02-2015

Sehr geehrte Damen und Herren, genau das beschriebe Problem liegt bei meinen Thuja vor. Hilfe, was kann ich tun bzw. mit welchem Mittel kann ich die Läuse vernichten? Vielen Dank! Schöne Grüße aus den Slums von Rottenbauer

Erfahrungen

  • Zu allererst muss man sagen, dass Herr Metsemakers ein ganz netter Unternehmer ist, der immer bei allen Fragen sehr hilfsbereit war.
    Wenn also der Mensch dahinter passt, dann können die Hecken ja nur super sein. Gute Qualität, pünktliche Lieferung, super Service.... bei über 100 taxus baccata...
    Von daher alles bestens und immer zu empfehlen.

  • Vielen herzlichen Dank für die schnelle Lieferung der 16 Portugiesischen Kirschlobeer Pflanzen. Die Pflanzen waren wirklich von Premium Qualität zu einem fairen Preis. Ich muß mich nochmals bedanken, für die Hilfe von Herrn Metsemakers, der uns die Pflanzen an Ort und Stelle gebracht hat, den tollen Service und die guten Tipps.

Mehr Erfahrungen

Blog

Premium Service

Wir liefern nie per Spedition, sondern bekommen Sie bei uns immer eine persönliche Lieferung durch den Firma-Eigentümer!

Mehr lesen
Uw internetbrowser is verouderd.

Voor een goede weergave is een recente versie van uw browser vereist. U kunt uw browser vernieuwen door de nieuwste versie te downloaden en te installeren.